19 June 2026, 02:05

100 Top-Unternehmer fordern von Merz radikale Wirtschaftswende für Deutschlands Zukunft

Mehr als 100 Unternehmer fordern von Merz eine wirtschaftliche Wende

100 Top-Unternehmer fordern von Merz radikale Wirtschaftswende für Deutschlands Zukunft

Über 100 Unternehmer haben in einem dringenden Appell an Bundeskanzler Friedrich Merz einen radikalen Kurswechsel in der deutschen Wirtschaftspolitik gefordert. Zu den Unterzeichnern gehören prominente Gründer wie David Schröder von Zalando, André Schwämmlein von FlixBus und Johannes Reck von GetYourGuide sowie Wirtschaftsführer wie der Airbus-Aufsichtsratsvorsitzende René Obermann und der Deutsche-Börse-Vorstand Thomas Book.

Das unter dem Titel „Für eine neue Gründerzeit – Jetzt“ veröffentlichte Manifest wurde von Verena Pausder, der Vorsitzenden des Bundesverbands Deutsche Startups, präsentiert. Es enthält zehn zentrale Forderungen, um Innovation und Wettbewerbsfähigkeit zu stärken. Dazu zählen milliardenschwere staatliche Investitionen in Zukunftstechnologien, finanziert durch privates Kapital aus Pensionsfonds. Die Unterzeichner fordern zudem den Aufbau einer unabhängigen, heimischen KI-Infrastruktur, um die Abhängigkeit von ausländischen Anbietern zu verringern.

In dem Schreiben wird betont, wie wichtig eine engere Verzahnung von Forschung, Fachkräften und Wirtschaft ist. Die Regierung wird aufgefordert, Bürokratie für Start-ups und wachsende Unternehmen abzubauen, um Gründungen und Expansion zu erleichtern. Eine weitere Forderung zielt auf eine Lockerung des Kündigungsschutzes für Spitzenverdiener ab, um mehr Flexibilität auf dem Arbeitsmarkt zu schaffen.

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Als Begründung für das dringende Handeln verweisen die Unternehmer auf jüngste US-Beschränkungen für KI-Unternehmen, etwa das Verbot für Anthropic, seine Programme im Ausland anzubieten. Sie warnen, dass Deutschland ohne schnelle Reformen in entscheidenden Technologiebereichen den Anschluss verlieren könnte.

Der Appell findet breite Unterstützung bei führenden Persönlichkeiten aus Wirtschaft und Politik, darunter die ehemalige Wirtschaftsministerin Brigitte Zypries und TK-Chef Jens Baas. Die Unterzeichner betonen, dass diese Maßnahmen notwendig seien, um die wirtschaftliche Zukunft Deutschlands zu sichern. Nun wartet das Manifest auf eine Reaktion aus dem Kanzleramt.

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